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Ensemble

anima mea

Das Ensemble anima mea, gegründet von der Berliner Barocktrompeterin Ute Hartwich, setzt sich aus international gefragten Solisten zusammen. Das Ziel des jungen Ensembles ist es, wenig bekannte aber großartige Werke der Kammermusik für Trompete und Streicher einem weiten Publikum zu eröffnen.
Die erste CD von anima mea - Musik der Hofkapelle zu Kremsier - erlangte internationale hervorragende Rezensionen und Auszeichnungen. Mit diesem und anderen Programmen konzertierte das Ensemble u.a. bei den Uckermärckischen Musiktagen, dem Brandenburgischen Musiksommer, dem Klassiksommer Hamm sowie 2007 beim Mozartfest Würzburg.



Hier präsentieren wir die erste CD des Ensembles. Für diese Aufnahme wählte Ute Hartwich Kompositionen von Biber, Schmelzer, Vejvanovsky und Rittler aus dem Archiv, die sowohl dramaturgisch als auch technisch anspruchsvoll sind, und deren lebendige Melodien und majestätische Klanglichkeit das höfische musikalische Leben wachrufen. Das Ensemble Anima überzeugt mit strahlendem Elan!


MUSIK DER HOFKAPELLE ZU KREMSIER

„Als 1648 der Westfälische Friede das Ende des Dreißigjährigen Krieges besiegelte, wurden deutsche Herrscher in böhmische Territorien eingesetzt. So ist der kunstsinnige Karl Liechtenstein-Castelcorno Fürstbischof von Olmütz geworden, mit Residenz in Kremsier (Kromeríz). Während seiner relativ langen Regierungszeit von 1664 bis 1695 sorgte er sich sehr um die Architektur, ließ prächtige Gärten anlegen und besaß vor allem eine erstklassige Hofkapelle, die beste in ganz Böhmen.

Die Kremsierer Hoftrompeter, angeführt vom komponierenden tubicen campestris Pavel Josef Vejvanovsky, zeichneten sich durch ihre musikalischen Leistungen besonders aus und wurden oft an andere Höfe der Umgebung ausgeliehen.

Der musikliebende Fürstbischof pflegte enge Beziehungen zu Wien, von wo aus er Abschriften musikalischer Werke für seine Kapelle erhielt, unter anderem von Johann Heinrich Schmelzer. Heute ist das Musikarchiv Kremsiers, dank der fürstbischöflichen Musikliebe und Sammellust, eine Fundgrube, in der nicht nur Instrumentalwerke wie die vorliegenden, sondern auch viele Werke der Kirchenmusik mit Vokalsolisten, Chor und Orchester aufbewahrt werden, von denen sich die meisten überdies sonst nirgends erhalten haben, nicht einmal an ihrem Entstehungsort.“

Edward H. Tarr, Direktor, Trompetenmuseum Bad Säckingen

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