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Neben verschiedenen Konzertprogrammen in diesem Jahr weisen wir hier schonmal auf folgende Opernproduktion hin, der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen:
"Sardanapalus" - Oper von Christian Ludwig Boxberg
Nach den konzertanten Aufführungen im November 2011 in Kooperation mit der Musikhochschule Stuttgart und der Hochschule für Musik und Theater Leipzig wird die Oper in diesem Sommer szenisch beim Ekhof Festival Gotha sowie beim Fränkischen Sommer durchgeführt.
Compagnie Opéra Baroque:
Jan Kobow, Julla von Landsberg, Antje Rux, Theodora Baka, Franz Vitzthum, Markus Flaig u.a.
United Continuo Ensemble
Inszenierung: Martina Veh
Einführung: Michael Maul (Bacharchiv Leipzig)
Gesamtleitung: Bernhard Epstein
Die Opern von Christian Ludwig Boxberg (24.4.1670 in Sondershausen - 1.12.1729 in Görlitz) sind stark vom musikalischen Stil seines Lehrmeisters Adam Strungk beeinflusst, welcher zu den bedeutendsten frühen deutschen Opernkomponisten gezählt wird - Boxberg trat 1693 selbst bei der Eröffnung der Leipziger Oper als Sänger in Strungks Oper "Alceste" auf. Trotz der Verwendung der deutschen Sprache weisen die Bühnenwerke der beiden Komponisten italienische Stilmerkmale auf, besonders solche der venezianischen Oper. Auch in Bezug auf das Libretto sind die Bezüge zu italienischen Vorlagen erkennbar.
Die Oper "Sardanapalus" aus dem Jahre 1698 um den letzten assyrischen König ist die älteste erhaltene Opernpartitur eines mitteldeutschen Komponisten, welche bislang nicht ediert wurde. Sie handelt mitten im immer währenden Krieg um Macht und Liebe von Verwechslung und Verkleidung mit sowohl tragischem als auch glücklichem Ausgang, von prekären Lebenssituationen zwischen Leidenschaft, Eifersucht und tragikomischer Hinterlist.
Die Compagnie Opera Baroque wird mit dieser Produktion eine bisher unbekannte Oper aus Mitteldeutschland unter aktuell erforschten interpretatorischen Gesichtspunkten und in enger Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftler Dr. Michael Maul (Bacharchiv Leipzig) seit 1698 erstmalig wieder zunächst in Form von konzertanten Aufführungen in Leipzig und Stuttgart präsentieren. Im Sommer 2012 wird diese Produktion dann szenisch realisiert und die damit verbundene Aufführungskultur im barocken Ekhof Theater Gotha in den Vordergrund stellen.
mit freundlicher Unterstützug von:


CD-Neuerscheinung und Konzerttermine
Die Musicalische Rüstkammer - Telemann und die Leipziger Oper
Populäre Arien und Geschichten aus dem barocken Leipziger Opernhaus
Jan Kobow - Tenor
United Continuo Ensemble
Nächstes Konzert:
22.10. 18 Uhr, Halle, Händelhaus
Vergangene Konzerte:
29.05. 15 Uhr, Leipzig, Bachmuseum Sommersaal
29.05. 18 Uhr, Festival Sommertöne, Altranstädt, Schloss
24.06. 20 Uhr, Arolser Barockfestspiele, Residenzschloss Steinerner Saal
19.08. 21 Uhr, Mosel Musikfestival, Rheinisches Landesmuseum Trier
21.08. 17 Uhr, Fränkischer Sommer, Markt Nordheim, Schloss Seehaus

Das Programm und die CD präsentieren erstmalig Werke aus der Leipziger Arienanthologie (1719) „Musicalische Rüstkammer“, die auf Leipziger Opern aus den Jahren 1703–1720 von G.Ph. Telemann, J.D. Heinichen, M. Hoffmann u.a. zuruückgehen. Die „Rüstkammer“ ist das zentrale Relikt der frühen Leipziger Operngeschichte. Ein Liederbuch, das gewissermaßen die „Ohrwürmer“ oder auch „Gassenhauer“ aus örtlichen Opernproduktionen der Jahre 1703– 1720 vereint und ein Abbild des bürgerlichen Musizierens liefert. Humorvolle bis pikante Themen beinhalten die Arien und bieten wunderbare musikalische Möglichkeiten für den Sänger und eine farbige Continuo-Besetzung. Zugleich enthält das Buch die frühesten datierbaren Kompositionen von den Protagonisten des Leipziger Opernhauses. Pan Classics
Pressestimmen:
Scipolo oder Die Macht der Musik
Eine Kinderoper mit Musik von G. F. Händel
7.6. 10 Uhr, Grimma, Klosterkirche St. Augustin
8.6. 10 Uhr, Wurzen, Kulturhaus
11.6. 10 Uhr, Halle an der Saale, Händelfestspiele, Händelhaus
2.7. 17 Uhr, Michaelstein, Landesmusikakademie, Kloster Michaelstein
„Sie ist empfindsam, die Musik hat große Macht über sie“ verteidigt Händel seine Nichte Bellante gegenüber seinem verzweifelten Schüler Scipolo. Gerade das barocke Musiktheater spielt mit den Emotionen des Publikums und versucht, es mit möglichst unterschiedlichen „Affekten“ anzuregen und zu unterhalten. Im Opern-Pasticcio SCIPOLO oder DIE MACHT DER MUSIK wird dies zum Thema.
Die Sängerin Bellante, Nichte von Händel und frisch verliebt in Scipolo, erlebt Musik so intensiv, dass ihre daraus entstehenden Stimmungsänderungen und Gefühlsverwirrungen ins Chaos führen.

Als in einer Opernprobe ihre Dankbarkeit über die Befreiung aus den Händen des Monsters Poliphem laut Anweisung in ein Liebesduett mit ihrem Retter mündet, kann sie zwischen Spiel und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. Die junge Liebe zu Scipolo, dem Schüler ihres Onkels, wird so hart auf die Probe gestellt. Nur durch das Verständnis und die Hilfe von Händel gelingt es, die beiden wieder zusammenzuführen.
Zum Download: Flyer
7.+8.6.2011: European Opera Days
"Die Schliefernasen und der kleine Mruschel" - Ein Musiktheater für Kinderam am 7.6.2011 in der Staatsoper Stuttgart
"Wenn der kleine Mruschel weint, weil das Meer so dunkel ist, kommen manchmal die Schliefernasen gefahren. Sie haben Leuchtaugen, und wo sie mit ihren kleinen Booten hinkommen, wird das Meer hell."
Auf gemütlichen Kissen hören die Kinder die spannende Geschichte von den Schliefernasen, dem kleinen Mruschel und von anderen interessanten Meeresbewohnern mit Tanz und Clownerie sowie Musik von Ortiz und Hume sowie eigenen Improvisationen mit der Tänzerin und Clownin Raija Siikavirta und Gambisten Jörg Meder. Nach dem Kinderbuch von Friedl Hofbauer, das mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde.
» weiter
Konzertsendung: 6.1.2011, 20.05 Uhr, WDR 3: Lotophagen
UCS und Lina Tur-Bonet bei den Tagen Alter Musik Herne mit:
Trance, Weltflucht und Rausch mit Ciaconnen, Follias, Passacaillen und Tarantellen des 16. und 17. Jahrhunderts aus Spanien und Italien
Wer von der honigsüßen Frucht des Lotos gekostet, der bringt keine Kunde zurück und denkt nicht an Heimkehr. Gleich der Frucht, deren betörender Wirkung einige von Odysseus’ Gefährten auf der Insel der Lotophagen verfallen, kann auch Musik als eine Art Droge, als ein perfektes Mittel zum Ablenken und vorübergehenden Aussteigen aus dem Lebensalltag wirken. In früheren Zeiten galten besonders die Ciaconnen, Passacaillen, Follias und Tarantellen, Musik über einfache Akkordfolgen und Bässe, als hypnotisch, verführerisch und gefährlich, da man Kontrollverlust oder Abhängigkeit befürchtete. Vorwärtstreibende Ostinati führten zu einem Rendezvous der Sinne, zu Herzklopfen, zur Ekstase. So wurden diese Musikformen benutzt, um sich insbesondere mithilfe des Tanzes in rauschähnliche Zustände zu bringen. Dass diese musikalische Droge noch nichts von ihrer mitreißenden Kraft verloren hat, das hat der United Continuo Service bei den Tagen Alter Musik in Herne 2010 in seinem Nachtkonzert in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 unter Beweis gestellt.
Werke von Alessandro Piccinini, Giovanni Battista Vitali, Diego Ortiz, Gaspar Sanz, Andrea Falconieri, Antonio Bertali u.a.
Aufnahme vom 13. November 2010, Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 in Herne
Lisa Tur Bonet (Violine)
United Continuo Service
Jörg Meder (Viola da gamba, Violone), Axel Wolf (Laute, Chitarrone)
Bernward Jaime Rudolph (Gitarre), Maria Ferré (Vihuela, Gitarre)
Zita Mikijanska (Cembalo), Peter A. Bauer (Perkussion)
