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Agentur und Ensemble
 
 
 
 
 
 



Die Musicalische Rüstkammer (Leipzig 1719)

Musik und Geschichten aus dem barocken Leipziger Opernhaus

Jan Kobow
Tenor
 
Johanna Seitz
Harfe
Jörg Meder
Viola da gamba, Violone
Axel Wolf
Laute, Theorbe
Dennis Götte
Theorbe, Barockgitarre
Bernward Jaime Rudolph
Barockgitarre
Zita Mikijanska
Cembalo, Orgel
 

Dr. Michael Maul

Moderation

Das der Forschung schon lange Zeit bekannte Manuskript mit 100 Arien und Tänzen galt bislang als eine Sammlung von französischen Tänzen, die angeblich mit deutschen Texten parodiert worden wären. Als einzige bekannte Liederanthologie aus dem Leipzig des frühen 18. Jahrhunderts wurde sie als Vorbild für Sperontes’ Singende Muse an der Pleiße (1736) angesehen.

Wie der Leipziger Musikwissenschaftler Michael Maul jüngst herausfand, handelt es sich bei dem Manuskript jedoch um sehr viel mehr: nämlich um das zentrale Relikt der frühen Leipziger Operngeschichte, um ein Liederbuch, das die ‚Ohrwürmer‘ des örtlichen Opernhauses vereint und somit – neben dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach – ein Abbild des bürgerlichen Musizierens in Leipzig um 1720 liefert. Es enthält die frühesten - bislang unbekannten - Kompositionen Georg Philipp Telemanns, Gottfried Heinrich Stölzels und Johann David Heinichens.

In dem Konzert werden die schönsten Stücke aus der Sammlung dargeboten – wie immer im Barocklied handeln die Stücke von Wein, Weib und anderen Lastern. Das Programm ist auch mit einerr Moderation von Michael Maul möglich.


Jan Kobow
wurde in Berlin geboren und studierte zunächst Orgel (Pariser Schola Cantorum), Kirchenmusik (Hannover) und dann an der Musikhochschule Hamburg Gesang bei Sabine Kirchner. Er gewann 1998 den 1. Preis beim 11. Internationalen Bachwettbewerb Leipzig. Er konzertiert mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Howard Arman, Marcus Creed, Paul Goodwin, Robin Gritton, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Gustav Leonhardt, Hermann Max, Philippe Pierlot u.a.
Als Opernsänger war er 2003 zu Gast beim Boston Early Music Festival (Johann Georg Conradi Ariadne). Im Januar 2004 gab er sein Debut am Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel als Telemaco in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria unter der Leitung von Christophe Rousset. 2008 sang er die Partien Momus, Le ruisseau undLycurgue bei der UCS-Opernproduktion „Les Fetes d’Hébé“ von Jean-Philippe Rameau im Rahmen des Bayreuther Barock.
Jan Kobow gibt regelmäßig Liederabende mit Graham Johnson, Cord Garben, Burkhard Kehring und Phillip Moll sowie mit Spezialisten am Fortepiano, wie Leo van Doeselaar, Ludger Rémy und Kristian Bezuidenhout in Europa, den USA und Kanada. Im Jahr 2004 wurde er beim Kissinger Sommer mit dem Luitpoldpreis ausgezeichnet. Viele CD- Produktionen belegen seine künstlerische Arbeit, einige wurden mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. 2006 nahm er gemeinsam mit dem United Continuo Ensemble eine CD mit Arien von Johann Krieger auf. Die CD erschien 2009 beim Label cpo.

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