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Commedia dell’Arte, italienische Vokal- und Instrumentalmusik des 16./17. Jahrhundert
Dorothee Mields-Blotzky Mercedes Hernández |
Sopran |
Julie Comparini |
Alt |
Jan Kobow, Henning Kaiser |
Tenor |
Ralf Grobe |
Bass |
Pegasus Theater Wiesbaden |
|
Bernhard Mohr |
Pantalone |
Raija Siikavirta |
Arlecchino |
Hanna Linde |
Isabella |
Doris Friedmann |
Capitano |
Florian Feisel |
Puppenspieler, Jongleur |
United Continuo Ensemble |
|
Bettina Boysen |
Blockflöte |
Martin Jopp |
Violine |
Jörg Meder |
Viola da gamba |
Thomas Boysen |
Chitarrone und Barockgitarre |
María Ferré |
Chitarrone und Barockgitarre |
Bernward Jaime Rudolph |
Barockgitarre |
Produktionsleitung |
Jörg Meder, Bernhard Mohr |
Nach einer Inszenierung von |
Michel Joly, Paris/Bern |


Wandelkonzerte und kurze szenische Aufführungen finden in verschiedenen Räumlichkeiten des Veranstaltungsortes im ersten Teil des Abends statt. Weltliche Kantaten und virtuose Instrumentalmusik von Claudio Monteverdi, Andrea Falconieri und Barbara Strozzi erklingen, Schauspieler mit venezianischen Masken und Kostümen flanieren. Arlecchino neckt Capitano, Isabella sehnt sich nach Leandro und flirtet gleichzeitig mit einem Musiker, Don Pantalone zählt sein Geld, ein Puppenspieler spielt mit den Figuren der Commedia.
Anschließend kommt es zur Hauptaufführung des Klassikers Don Pantalone: 
Der geizige, venezianische Kaufmann Signor Pantalone begehrt, sein Alter nicht wahrhaben wollend, die liebreizende Isabella. Diese jedoch liebt den jungen Leandro, der mit einem Handelsschiff auf dem Weg nach Indien ist. Pantalone läßt sich, nicht ohne schmerzhaft Lehrgeld an seinen hungrigen Diener Arlecchino zahlen zu müssen, von Capitano Cerimonia zum Ritter schlagen um Isabella für sich zu gewinnen und erlebt moderne Visionen im Stile Don Quijotes. Capitano Cerimonia raubt in einem günstigen Augenblick die junge Isabella und Pantalone will um seine „Dulcinea“ kämpfen. Es kommt zum Duell...
Schauspieler, Sänger und Instrumentalisten sind gleichfalls in
die inhaltliche Darstellung auf der Bühne eingebunden, sie agieren eng miteinander. Commedia dell’Arte und italienische Musik verschmelzen. Mit Lebendigkeit und Spontaneität werden die Zuschauer nach Venedig in die Welt der Gaukler und Possenreißer, der Komödie sowie der Tragödie entführt und zu einem Teil des Geschehens gemacht: es entsteht ein Musiktheaterspektakel!
Die Commedia dell’Arte
Commedia dell’Arte bezeichnet
das italienische Stegreiftheater der Renaissance, eines der aufregendsten Phänomene, die das europäische Theater in seiner jahrhundertlangen Entwicklung erlebt hat.
Ihre Wurzeln sind im Venezianischen Karneval und in den akrobatische Darbietungen auf mittelalterlichen Marktplätzen zu finden. Die Commedia dell’Arte gilt als eine der theatralischsten Ausdrucksformen. Sie steht für Vitalität, Sinnlichkeit und Spontaneität. Die Masken der Commedia dell’Arte repräsentieren jeweils eine eigene Gesellschaftsgruppe und so ist diese traditionelle Theaterform auch heute noch ein Spiegelbild sozialer Verhältnisse.
Zusatzinformation
Diese Produktion ist auch als abendfüllendes Bühnenprogramm möglich! Die Anzahl der mitwirkenden Sänger ist daher flexibel. Findet eine Aufführung Open Air statt, wird im Anschluss bei Dunkelheit eine Feuerjonglage präsentiert.