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Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques (1739)

Opéra-ballet in drei Entrées von Jean-Philippe Rameau (1683 - 1764)
Libretto: Antoine Gautier de Montdorge

Compagnie Opéra Baroque

Constanze Backes, Julla von Landsberg – Sopran
Theodora Baka, Martina Schänzle – Mezzo-Sopran
Jan Kobow – Tenor
Johannes Weiss – Haute Contre/Tenor
Markus Flaig, Ralf Grobe – Bass-Bariton

Petit Choeur: Studenten der Musikhochschulen Stuttgart
Orchester: Barockorchester des UCS, United Continuo Ensemble
Tanzensemble: Cracovia Danza (Polen)
Choreographie: Romana Agnel (Polen)
Regie und Inszenierung: Georg Blüml (München)
Musikalische Leitung: Bernhard Epstein (Stuttgart)
Musikalische Assistenz: Jörg Meder (Leipzig/Wiesbaden)
Konzertmeisterin: Elin Eriksson (Schweden)
Kostüme: Monika Lúscínska (Polen)
Ausstattung: Erwin Kloker, Eva Lüps
Produktionsleitung: Jörg Meder, United Continuo Service

Ein Projekt des United Continuo Service mit freundlicher Unterstützung der Wüstenrot Stiftung.

Zur Oper:
Die erste Aufführung der Opéra-ballet „Les Fêtes d'Hébé ou Les Talents lyriques“ fand am 21. Mai 1739 in Paris statt. Sie erzielte einen unmittelbaren und lang anhaltenden Erfolg. In diesem Jahr kam es zu rund achtzig Aufführungen. Bis zu Rameaus Tod im Jahre 1764 wurde das Stück mit Unterbrechungen immer wieder angesetzt und gelangte mehr als zweihundertmal auf die Bühne. Das Publikum nahm das Stück immer wieder mit der gleichen ungebrochenen Begeisterung auf. Nach seinem Tod wurden in der Zeit von 1771 - 1777 Teile aufgeführt, anschließend verschwand Les Fêtes d'Hébé offenbar bis zum 20. Jahrhundert von den Spielplänen.

Zur Inszenierung:
Im Zentrum der Inszenierung
steht eine Ästhetik, welche die Ausdruckssprache des 18. Jahrhunderts adaptiert und in eine zeitgenössische Form gießt. Mit historischem Ansatz und unter den erforschten interpretatorischen Gesichtspunkten wird diese Oper in einem zeitgemäßen Kontext zur Aufführung gebracht, die Wiederbelebung rameauischer Opernmusik in die heutige Zeit, als auch die damit verbundene Aufführungskultur in Kombination mit zeitgenössischen Stilmitteln.
So folgen die Kostüme der Sänger im Schnitt der Mode der französischen 1730er Jahre, werden aber in Farbe und Material stark stilisiert sein. Das Bühnenbild beschränkt sich auf wenige geometrische, in ihrer Form und Gestaltung als kristallin zu bezeichnende Elemente vor einem weißen Horizont, die sich – je nach Aufstellung – bald als Spielfläche (abstrahierte Landschaft mit Flußufer) oder Architektur (stilisiertes Tempeltor/Ruine) in den Dienst der Inszenierung stellen. In Verbindung mit den unterschiedlichen Reflektionseigenschaften der Sängerkostüme werden dadurch immer neue, choreographierte Lichtskulpturen auf der Szene entstehen – durch eine dezidierte Lichtregie in Farbe getaucht, von strahlendem Weiß über zarte Naturtöne bis hin zu kräftigen Farbakkorden.



Tanzsuiten:
Zwischen den Entrées sind Tanzsuiten – sogenannte Divertissements – eingelegt. Die einzelnen Tänze wurden dem Stück an anderer Stelle entnommen, in neuer Folge geordnet und von R. Agnel, Cracovia Danza, choreographiert. Diese Divertissements nehmen die unterschiedlichen Charaktere der Spielszenen auf und thematisieren sie tänzerisch. So folgt auf das 1. Entree mit seiner zentralen Hofintrige ein Divertissement mit höfischen Tänzen und nach dem erfolgreichen Kriegszuge der Lakedämonier ringen die vier Erdteile miteinander. Abschließend tanzen Hirten und Schäferinnen den Reigen, wobei Harlequin und Colombine den satyrischen Aspekt der Hirtenszenerie des 3. Entrée parodieren.

Compagnie Opéra Baroque:
Die eigens gegründete Compagnie Opéra Baroque vereint Gesangssolisten, Vokalensembles, Instrumentalisten, Tänzer und Schauspieler sowie bildende Künstler, Bühnen- und Maskenbildner aus verschiedenen Ländern um den United Continuo Service mit dem Ziel Musiktheater- und Opernproduktionen des Barock durchzuführen. Viele dieser Ensembles und Künstler kooperieren schon seit Jahren mit dem United Continuo Ensemble und stellen nun in dieser Form eine kongeniale Einheit dar.

Mit "Les Fêtes d’Hébé" gab die Compagnie Opéra Baroque im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth am 26. September 2008 unter der musikalischen Leitung von dem Stuttgarter Dirigenten Bernhard Epsteinsein Debüt! Musiziert wurde in der Stimmtonhöhe 392 Hz aus dem Faksimile von 1739, der Edition der ersten Aufführung in Paris.

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